Um einen qualitativ guten (Blog) Artikel zu schreiben sollte man vor der Veröffentlichung einige Sachen beachten. Deswegen kann man diese Liste abarbeiten und den Artikel erst dann veröffentlichen.
1. Sinnvollen Start-Abschnitt finden
Am Anfang eines Artikels soll eine kurze Zusammenfassung stehen. Das ist zum Beispiel in Blogs oft ein Kriterium, ob der Artikel überhaupt gelesen wird. So kann man statt den vollen Artikel in der Übersicht anzuzeigen, einfach nur die Einleitung einblenden.
2. Rechtschreibprüfung
Die korrekte Rechtschreibung in einem Blog sollte eigentlich selbstverständlich sein, doch kann sich gerade bei Fachbegriffen leicht mal ein Fehler einschleichen. Bei Fachbegriffen empfehle ich das Wort einfach mal bei Google einzugeben. Hat Google einen Verbesserungsvorschlag wird der genommen!
Ein weiterer Vorteil von korrekter Rechtschreibung ist, dass der Artikel bei Google & Co besser gelistet wird. Mehr dazu gibt es im Artikel Rechtschreibung ein Ranking-Faktor- Blogkommentare korrigieren?.
3. Füllwörter entfernen
Bei meinen eigenen Texten bemerke ich immer wieder, dass ich Füllwörter benutze. Mit Füllwörtern sind Wörter gemeint, die keine Aussage haben und somit entfernt werden können. Das macht Texte leichter lesbar.
Hier ein paar Beispiele:
- eigentlich
- nun
- also
- aber
- schon
- einfach
- so
Natürlich kann man einige der Wörter ohne Probleme in dem Text stehen lassen. Ich denke ein kleines Beispiel macht das Problem etwas klarer:
Wenn man nun aber Füllwörter weglässt, ist der Text leichter lesbar.
Wofür steht an dieser Stelle das nun aber? Ohne die beiden Worte ist der Satz besser verständlich:
Wenn man Füllwörter weglässt, ist der Text leichter lesbar.
4. Kommas entfernen
Natürlich sollt ihr für korrekte Grammatik auch Kommas benutzen. Doch sollte man aus einen Satz mit zu vielen Kommas einfach zwei Sätze machen.
5. Immer gleiche Anrede verwenden
Es kann schnell passieren, dass man am Anfang eines Artikels Du benutzt und am Ende mit Wir aufhört. Wenn das der Fall ist, sollte man das natürlich schnell ändern.
6. Wichtige Stellen dick machen
Durch fett markierte Stellen kann man dem Leser das Überfliegen des Textes ermöglichen. So muss er nur die markierten Stellen heraussuchen, um den Text zu verstehen. Denn mal ganz ehrlich: Lest ihr immer den kompletten Text, oder überspringt ihr auch mal Stellen?
7. Logische Fehler entfernen
Bei technischen Artikeln kann es schnell passieren, dass man Sachen schreibt die gar nicht stimmen. Man sollte sich die jeweilige Sache vorher nochmal gut durchlesen und evtl. Tests durchführen.
8. Unterüberschriften
Eine vernünftiger Aufbau der Überschriften ist fürs Seo wichtig. Dort kann man wichtige Keywords nochmal an eine prominente Stelle der Seite stellen. Wenn es sehr viele Überschriften gibt, kann man am Anfang der Seite ein Inhaltsverzeichnis machen.
9. Größencheck
Passen alle Bilder auf die Seite, oder stehen sie rechts über? Wenn Bilder überstehen sollten sie natürlich dementsprechend angepasst werden. Eine Ausnahme bilden meiner Meinung nach Bilder, die in verkleinerter Größe nicht erkennbar sind und nicht entfernt werden können. So ist das zum Beispiel bei Screenshots der Fall.
10. Linkcheck
Wenn Links zu Quellen & Co gesetzt werden sollte man vor der Veröffentlichung des Artikels alle Links einmal durchklicken.
Veröffentlichung
Jetzt kann der Artikel veröffentlicht werden. Mit diesen ToDos könnt ihr eure Artikel verbessern und so auch mehr Retweets usw. bekommen.





Ich kann mich nun aber immer soo schlecht von meinen Füllwörtern trennen. Eigentlich benutze ich sie in einem gewissen Rahmen als einfach stilistisches Mittel. Macht den Text zwar nicht lesbarer, klingt aber einfacher mehr nach mir (Schreiben=Reden=Schreiben).
LG Tommel
PS: Gutes Blog
Kommentar von Tommel — 5. Januar 2010 @ 15:42
Guter Artikel! Ich verwende oft “wir”, “ihr” und “ich” zusammen. Das passt dann aber auch. Beispiel:
“Wir verwenden jetzt das xy-Tool. Wenn ihr die Version xy benutzt, könnte es sein, dass dieses Tool nicht existiert. Ich verwende die Version xy und bei mir ist es vorhanden.”
Btw; den versprochenen Backlink hab ich nun gesetzt
Kommentar von Maik — 5. Januar 2010 @ 23:20
Danke!
Kommentar von Stefan Wienströer — 6. Januar 2010 @ 13:00
Mit den Füllwörtern ist es, glaube ich, so eine Sache. Bei allen anderen Punkten gebe ich dir recht. Bei den Füllwörtern natürlich auch, aber trotzdem würde ich soweit gehen und sagen.
Der Inhalt macht’s!
Ein Artikel in einem persönlichem Blog, sollte von einer “Erkennung” profitieren und nicht klingen wie zig tausend andere auch.
Wo ich dir allerdings recht gebe ist, dass Füllwörter in einem fachorientiertem Blog nur geringfügig zum Erfolg führen und man sich kein Bein bricht diese (einfach) weg zu lassen.
Ansonten ein schönes Blog und immer wieder interessant zu lesen.
Lg Patrick
Kommentar von Patrick — 6. Januar 2010 @ 13:03
Sehr gute Tipps die ich auch selber ständig Anwende. Letztmaliges Korrekturlesen finde ich besonders wichtig.
Gruß,
Andreas
Kommentar von Andreas — 8. Januar 2010 @ 08:51
Bei diesem Artikel hätte Korrekturlesen auch nicht geschadet – so kommt das nicht gerade toll rüber.
bei Punkt 10: ist das “nochmal” überflüssig
bei Punkt 6: markierte statt markierter
bei Punkt 1: ist wohl eher Einleitung statt Anleitung gemeint
Ich habe noch mehr gefunden, aber dieser kleine Hinweis reicht glaube ich. (ist nicht böse
gemeint)
Alles in allem sehr sinnvolle und sicher hilfreiche Tipps, die ich mir in Zukunft zu Herzen nehmen werde.
Kommentar von Leah — 9. Januar 2010 @ 11:51
Hast recht.
Hab’s aber vorher nach dem Plan abgearbeitet. Man kann immer mal was übersehen. Werds ändern.
Kommentar von Stefan Wienströer — 9. Januar 2010 @ 12:16
Bin grade dabei einen Blog über und für “Feuerspucker” zu starten. Da kann ich die Hinweise sehr gut gebrauchen.
Kommentar von Feuerspucker — 9. Januar 2010 @ 12:21
Eine Sache ist mir gerade eingefallen, die meines erachtens noch fehlt und nicht fehlen dürfte. Da sie aber schlicht und ergreifend so einfach ist, wird sie bei vielen automatisch gemacht, bei anderen widerum nicht.
Ich spreche hier von “Schreibe was der Leser lesen will”.
Für viele wie gesagt eine Selbstverständlichkeit, aber für viele andere eben nicht. Etwa bei einem Neueinsteiger. Gerade den ersten Blog erstellt und vollends begeistert nun jeden Tag einen Artikel zu schreiben. Am schlimmsten ist dann noch, wenn dieser jemand drei Tage zuvor vom Thema “Affiliate” erfahren hat.
Klar, jetzt muss erst recht gepostet werden, was das Zeug hält. Zudem muss Geld verdient werden. Wo wenn nicht im Internet soll man so leicht Geld verdienen.
Für mich dieser Punkt deshalb so wichtig, weil der Leser bereits im ersten Abschnitt merkt, wo ihn der Autor hinführen will. Ist das Ziel der verkauf eines Produktes oder möchte der Autor über ein Thema berichten und freut sich über eine gewonne Provision, die er durch einen interessanten Artikel erhalten hat.
Also für mich … PUNKT 11
LG
Kommentar von Patrick — 9. Januar 2010 @ 16:33
Da hast Du auch Recht. Nur diese Liste sollte eigentlich erst nach dem der Artikel geschrieben wurde ansetzen. Dort sollte das Thema schon gut gewählt sein.
Kommentar von Stefan Wienströer — 9. Januar 2010 @ 18:45
Gut, wenn man es insgesamt als ein “Work-over” betrachtet stimmts.
Kommentar von Patrick — 9. Januar 2010 @ 18:50
Super Liste!
Vor allem das mit dem fett markieren sollten sich so einige Blogger ‘mal zu Herzen nehmen…
Kommentar von Tarik — 11. Januar 2010 @ 05:53
Ich musste schon schmunzeln, beim Lesen der Tipps. Ich kann den meisten Empfehlungen zustimmen, aber der Text wimmelt von Beispielen, die den Empfehlungen nicht entsprechen. Man vergleiche z. B. die Füllwörter in Abschnitt 3 mit dem Text im Abschnitt 2. Schmunzel.
Kommas zu setzen, halte ich für Dienst am Leser. Daher kann ich der pauschalen Empfehlung nicht folgen, anstatt Kommas zu setzen, zwei Sätze zu bilden. Zumal das nicht immer geht. Richtig ist: Fasse Dich kurz.
Auch Fettschrift sollte sparsam eingesetzt werden, denn es gibt Leser (so wie ich), die Fettschrift schnell als Schreien auffassen.
Die Liste ist eine gute Anregung. Danke!
Ach ja: Eine Ergänzung hätte ich noch: Denglisch vermeiden. Zugegebenermaßen ist “ToDos” schon fast eingedeutscht, doch “Aufgaben” hätten es auch getan …
Kommentar von Thomas — 12. Januar 2010 @ 23:08
Schöne Liste. Die Hinweise finde ich sehr gut und nützlich. Damit wird jeder Artikel gut verständlich und übersichtlich.
Kommentar von robert — 14. Januar 2010 @ 10:52
die liste ist klasse. wirklich hilfreich, da kann man eigentlich nichts mehr falsch machen. danke für die arbeit die du dir damit gemacht hast und dass du uns sie zur verfügung gestellt hast. liebste grüße vera
Kommentar von Vera — 21. Juni 2010 @ 17:36
Hallo,
Super Liste! Man könnte die Liste um einige Punkte erweitern, doch das Wichtigste ist dabei.
Weiter so!
Kommentar von Caner Batman — 10. Juli 2010 @ 21:57